Werkzeug · Hier wird gearbeitet

Sandbox

In der Sandbox arbeiten Ihre Teams mit Coding-Agenten, ohne etwas aus der Hand zu geben: Projekt und Agent laufen im einen Container, der gesamte ausgehende Verkehr im anderen. Dort liegen die echten Zugangsdaten — der Agent bekommt sie nie zu sehen. Und das gesamte Setup steckt in einer Konfiguration, die sich teilen lässt.

Die ESACA-Sandbox-App: die Übersicht der MCP-Server, eine laufende Sandbox mit eingebautem Terminal und die Liste der Zugriffsregeln.
Die Sandbox-App: MCP-Server, ein eingebautes Terminal und die Zugriffsregeln — an einer Stelle.

Drei Teile, ein Konzept

Mehr als eine Kiste um den Agenten

Eine Sandbox, die am Rand eines Laptops endet, macht lediglich eine selbst auferlegte Regel erträglich. Die Sandbox besteht aus drei Teilen, die sich erst zusammen auszahlen.

01

Der Client

Ein isolierter Arbeitsplatz für Coding-Agenten — auf dem eigenen Rechner oder im eigenen Cluster. Nichts geht hinaus, was nicht erlaubt wurde, und jeder Aufruf nach außen wird festgehalten.

02

Die Konfiguration

Eine Datei beschreibt die gesamte Umgebung: Zugriffsregeln, Agents, Skills, Plugins, Werkzeuge und Versionen. Ein Setup hört auf, persönliches Wissen zu sein, und wird zu einem Artefakt, das man übergeben kann.

03

Der Hub

Jedes Projekt spielt seine Konfiguration zurück und zieht erprobte heraus. Sichtbar wird, welche Setups tatsächlich genutzt werden — statt dass gute Praxis dort bleibt, wo sie entstanden ist.

Wie die Isolation funktioniert

Ihre Geheimnisse liegen nicht beim Agenten

Sicherheit ist hier Architektur, nicht Richtlinie — der Agent wird nicht gebeten, sich zu benehmen, sondern dorthin gestellt, wo Fehlverhalten keine Wirkung hat.

Schaubild: Clouds und On-Premises-Dienste laufen über ein Gateway in die Sandbox. Das Gateway blockiert unbekannte Verbindungen und setzt die echten Zugangsdaten erst auf dem Weg nach außen ein; in der Sandbox arbeitet die KI nur mit Platzhaltern.
Die echten Zugangsdaten stehen im Gateway. Der Agent arbeitet mit Platzhaltern — und was nicht freigegeben ist, kommt gar nicht erst durch.

Standardmäßig nichts erlaubt

Eine frische Sandbox erreicht nichts. Jedes Ziel wird als Regel geöffnet: Protokoll, Host, Pfad und, wo nötig, die Zugangsdaten, die dabei eingesetzt werden.

Zugangsdaten bleiben draußen

Die echten Geheimnisse liegen im Egress-Container, nicht im Arbeitsplatz. Dort stehen Platzhalter; eingesetzt wird erst auf dem Weg nach außen.

Getrennt gebaut

Eine Sandbox besteht aus zwei Containern: einer für Projekt und Agent, einer für allen ausgehenden Verkehr. Dieselbe Trennung trägt lokal wie im Cluster.

Alles ist belegt

Jede Entscheidung des Egress steht im Protokoll — erlaubt, eingesetzt, blockiert. Das ist die Grundlage für den Nachweis, den regulierte Umgebungen verlangen.

Im Einsatz

Was die Sandbox kann

Verfügbar für macOS, Windows und Linux — als Desktop-App und als Kommandozeile, die dieselben Sandboxen bedienen.

App und Kommandozeile

Anlegen, verbinden, Zugriffe prüfen — grafisch oder im Terminal. Beide Wege sprechen denselben lokalen Dienst, Sie können jederzeit wechseln.

Terminal eingebaut

Bis zu vier Shells je Sandbox, teilbar nach rechts und unten, per Tastatur erreichbar. Eine laufende Shell überlebt den Wechsel des Reiters.

Agenten mitgeliefert

OpenCode und Claude Code stecken in festgesetzten Versionen im Image. Die Sandbox öffnet den Agenten beim Start und nennt ihm die Werkzeuge, die er hat.

Erweiterungen wandern mit

Plugins, Skills, Agenten-Definitionen und Marketplaces werden auf dem Rechner erkannt und schreibgeschützt eingehängt. Ihr gewohntes Setup bleibt Ihr Setup.

MCP-Server ohne Tokenweitergabe

Der Server läuft in der Sandbox, sein Token bleibt draußen und wird erst am Rand eingesetzt. Die Übersicht zeigt außerdem, welcher Server überhaupt eine Regel hat.

Zugriffsregeln als Vorlagen

Für wiederkehrende Unternehmensdienste — Artefakt-Repository, Git über HTTPS — gibt es fertige Regelsätze. Eine neue Regel erreicht jede laufende Sandbox in etwa einer Sekunde.

Egress-Protokoll

Erlaubt, eingesetzt, blockiert — jede Entscheidung in der Reihenfolge, in der sie fiel. Fehlt ein Ziel, geben Sie es direkt aus dem Protokoll frei.

Images nach Maß

Fertige Presets, ein eigenes Image oder ein eigenes Dockerfile. Zusätzliche Pakete geben Sie beim Anlegen an, Ports und Umgebungsvariablen ebenso.

Verbrauch je Sandbox

Token-Verbrauch wird pro Sandbox und Agent gezählt, tagesweise über ein Jahr. Damit lässt sich beantworten, was ein Vorgehen tatsächlich kostet.

Im echten Projekt

Gebaut für gewachsene Codebasen

Erprobt an einem Unternehmensprojekt mit Gradle, pnpm und Python hinter einem internen Artefakt-Repository.

Ihr Verzeichnis, Ihre Ports

Das Projekt wird eingehängt, weitere Verzeichnisse kommen schreibgeschützt dazu, und veröffentlichte Ports erreichen Sie wie lokal.

Build-Ausgaben bleiben schnell

Verzeichnisse wie node_modules, target oder .venv liegen auf sandboxeigenen Volumes statt auf dem geteilten Dateisystem.

TLS läuft durch

curl, git, Java, pip, Node und uv vertrauen dem Proxy. Im Projekt muss niemand an Zertifikaten schrauben.

Einmal anmelden

Eine geteilte Agenten-Konfiguration gilt für alle Sandboxen. Persönliche Anmeldungen bleiben getrennt, Plugins und Skills werden schreibgeschützt geteilt.

Eine Systemprüfung kontrolliert die Umgebung vor dem ersten Start und sagt, was zu tun ist.

Vorkonfiguriert

Eine Sandbox, die mit dem Vorwissen Ihrer Kollegen startet

Eine Sandbox kommt mit den Werkzeugen, Regeln und dem Wissen, die der jeweilige Kontext braucht — damit der erste Tag mit Arbeiten vergeht und nicht mit Einrichten.

Pro Projekt

Werkzeuge, Versionen und Zugriffsregeln einer Codebasis, gepflegt von denen, die sie kennen. Neue Teammitglieder starten auf dem fertigen Setup.

Pro Rolle

Unterschiedliche Arbeit braucht unterschiedliche Werkzeuge. Ein Infrastruktur-Team und ein Implementierungs-Team teilen sich eine Basis, aber nicht dieselben Voreinstellungen.

Pro Domäne

Auf eine Branche zugeschnitten, mit ihren Regeln und ihrem Vokabular. Der Weg dorthin führt über die Konfigurationen, die aus den Projekten zurückkommen.

Der Kreislauf

Von einem guten Setup zum Unternehmensstandard

Man kann nicht von jeder Entwicklerin verlangen, sich ein sicheres, produktives Agenten-Setup selbst zu erarbeiten. Das macht einmal jemand mit der nötigen Tiefe — und alle anderen erben es.

Schaubild: Zwischen dem Hub und den einzelnen Sandboxen laufen drei Wege — Konfigurationen kommen als unternehmensweite Vorlagen herunter, Kennzahlen gehen zum Hub hinauf, und erprobte Setups wandern als Aktualisierungen zurück in die projektspezifischen Sandboxen.
Konfigurationen kommen herunter, Kennzahlen gehen hinauf, Erprobtes wandert zurück in die Projekte — der Hub hält den Kreislauf zusammen.

01

Arbeiten

Ein Team arbeitet in der Sandbox und formt dabei das Setup, das zu seinem Projekt passt.

02

Festhalten

Das Setup wird als eine Konfiguration exportiert, statt im Kopf einer Person zu leben.

03

Teilen

Die Konfiguration geht in den Hub, wo andere Projekte sie finden und übernehmen können.

04

Verbessern

Sichtbar wird, was tatsächlich übernommen wird — und der Benchmark kann messen, ob es wirklich besser läuft.

Der Status quo

Cloud-Coding-Assistenten sind ein Risiko in regulierten Umgebungen

01

IP verlässt das Haus

Quellcode, Geheimnisse und Architektur-Know-how werden an US-Hyperscaler gesendet, typischerweise außerhalb Ihres eigenen Vertragsrahmens.

02

Compliance-Konflikt

Anforderungen aus NIS-2, BaFin/MaRisk, ISO 27001 und DSGVO lassen sich mit SaaS-Coding-Tools nicht verlässlich nachweisen.

03

Verbot oder Schatten-IT

Die Folge: Pauschale Verbote bremsen die Entwicklung, oder Teams nutzen Tools an der IT vorbei. Beides ist teuer.

Eine Sandbox schützt eine Entwicklerin.

Eine geteilte Konfiguration schützt ein Unternehmen.

Und macht es gleichzeitig schneller.

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